Traumatische Erfahrungen und belastende Lebensrealitäten von Kindern haben viele Gesichter. Sie sind nicht nur in großen Einschnitten erkennbar, wie möglicherweise nach dem Erleben von Flucht und Vertreibung oder in klar erkennbaren Formen der Gewalt, sondern zeigen sich auch in kleinen, oft leisen und übersehenen Momenten des Alltags.
Im Klassenraum beeinflussen sie nicht nur das Lernen von Schüler*innen, sondern haben auch Einfluss auf das eigene Wohlbefinden, das eigene Gefühl von Sicherheit und auf die Beziehungsgestaltung zu anderen Kindern.
Werden diese Signale von pädagogischen Fachkräften frühzeitig wahrgenommen und einfühlsam aufgegriffen, kann Schule zu einem sicheren Ort werden, der Halt gibt und Entwicklung ermöglicht.
Die „Stiftung für Traumatherapie Heinke Sofka“ setzt sich dafür ein, Schule als einen solchen Ort zu gestalten und das Verständnis von Trauma und dessen Umgang in der Lern- und Lebenswelt von Kindern und Lehrkräften zu verankern.
Zu diesem Zweck fördert sie praxisnahe ein- bis zweitägige Workshops an Berliner Grundschulen, die sich an Lehrende und Schüler*innen richten. In diesen Workshops werden fundierte Kenntnisse zu Traumadynamiken vermittelt sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Selbstregulation und Stressbewältigung erarbeitet.
Ziel ist es, Lernräume zu gestalten, in denen sich Kinder wahrgenommen, sicher und gestärkt fühlen. Gleichzeitig sollen Lehrkräfte und Schüler*innen ein vertieftes Verständnis dafür entwickeln, wie traumatische Erfahrungen Lernen und Verhalten beeinflussen, und lernen, wie sie durch selbstregulative und körperorientierte Ansätze eine unterstützende und förderliche Lernumgebung aktiv mitgestalten können.
Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt in aufeinander abgestimmten Workshopformaten für Lehrkräfte und Schüler*innen.
In diesem Workshop stehen die Lehrkräfte im Mittelpunkt. Sie erhalten das nötige Wissen, um Traumadynamiken bei Schüler*innen zu erkennen, ihre eigenen Selbstregulationsfähigkeiten zu stärken und das Klassenzimmer als sicheren, lernförderlichen Raum zu gestalten.
Vermittelt wird ein Verständnis der neurobiologischen Prozesse von Stress und Trauma, insbesondere des autonomen Nervensystems, sowie deren Auswirkungen auf das Verhalten von Kindern.
Auf dieser Grundlage lernen die Teilnehmenden, traumatisierte Schüler*innen gezielter wahrnehmen zu können, ihre Gefühle und Bedürfnisse besser zu verstehen und somit in herausfordernden Situationen mehr Orientierung zu gewinnen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der eigenen Selbstregulationsfähigkeit der Lehrkräfte, denn nur wenn diese kontextuell selbstsicher und standfest sind, können sie als verlässliche Bezugspersonen im Schulalltag agieren und den Schüler*innen den nötigen Halt und die Unterstützung geben, die sie benötigen.
Der Workshop ist für ein bis zwei Tage konzipiert und kann, je nach zeitlichen Ressourcen, entsprechend angepasst werden.
In diesem Workshop erfahren die Schüler*innen, didaktisch altersentsprechend angepasst, was „Stress“ ist und wie er sich im Körper zeigt. Sie erforschen, woran sie erkennen können, dass sie aufgeregt, überfordert oder angespannt sind, und was dann in ihrem Körper und in ihrem Kopf passiert.
Mit einfachen, spielerischen und körperorientierten Regulationsübungen lernen sie, sich selbst zu beruhigen und sich wieder besser konzentrieren zu können. Dabei erfahren sie auch, wie unser „Stammhirn“ funktioniert, warum das Lernen manchmal schwerfällt und was dann helfen kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Miteinander: Die Schüler*innen üben, Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen, Verständnis füreinander zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen.
Interaktive Übungen helfen dabei, das Gelernte zu vertiefen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Der Workshop ist für zwei Tage konzipiert und kann den Bedarfen entsprechend angepasst werden.
Je nach Bedarf besteht die Möglichkeit, ½ Tag Supervision sowohl für die Lehrerinnen als auch für die Schülerinnen anzufragen, um das Gelernte zu festigen und für die eigene Praxis zu adaptieren.
Workshopkonzept zum Herunterladen.
Die Kosten werden, abgesehen von 300 € Eigenbeteiligung, von der Stiftung übernommen. Auf Anfrage erfolgt eine individuelle Anpassung an die Bedarfe der Schule.
Heinke Sofka
Ergotherapeutin, Stiftungsgründerin „Stiftung für Traumatherapie“
Telefon: 030 – 944 13 580 oder 0176 26113521
E-Mail: heinke.sofka(at)gmx.de
Freie Waldorfschule Dahlem
Auf dem Grat 3, 14195 Berlin
Referent:
Mathias Thimm
Die Polyvagal-Praxis
Helgolandstr. 1, 14199 Berlin (Schmargendorf)
Email: beratung(at)familie-in-berlin.de
Modeschule OSZ Bekleidung und Mode
Kochstr.9 in 10969 Berlin
Referent/-in:
Corinna Kärnbach Dipl. Sozialarbeiterin/pädagogin Psychotherapeutin (HP) Mediatorin, Integrative Gestalttherapie, SE (Somatic Experiencing) NARM (Neuroaffektives Beziehungsmodell zur Heilung von Entwicklungstrauma)
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ)
Referent/-in:
Corinna Kärnbach Dipl. Sozialarbeiterin/pädagogin Psychotherapeutin (HP) Mediatorin, Integrative Gestalttherapie, SE (Somatic Experiencing) NARM (Neuroaffektives Beziehungsmodell zur Heilung von Entwicklungstrauma)